Πορεία στην Γερμανική Πρεσβεία (Γερμανικά)

Wir wollen keine Kolonie des deutschen noch irgendeines anderen Imperialismus werden. Deutsche und europäische Arbeiter_innen, gegen die Angriffe des Kapitalismus benötigen wir eure Solidarität!


Protest vor deutscher Botschaft
Athen 23.05.2015

Wir wollen keine Kolonie des deutschen noch irgendeines anderen Imperialismus werden. Deutsche und europäische Arbeiter_innen, gegen die Angriffe des Kapitalismus benötigen wir eure Solidarität!

Im Fokus der öffentlichen Überlegungen und Diskussionen standen in den letzten Monaten insbesondere Verhandlungen jeglicher Art zum Umgang mit den Staatsschulden der griechischen Regierung gegenüber den Europäischen Institutionen, die wiederum maßgeblich vom deutschen Imperialismus gestaltet werden. Neben dem ganzen Spektakel, all den offiziellen Aussagen und den verschiedenen Arten von Panikmache, auch jenseits der Frage der Staatsverschuldung, besteht der wesentliche Punkt darin: Derzeit stehen Leben und Zukunft jedes Arbeiters und jeder Arbeiterin, nicht nur in Griechenland sondern in der gesamten EU, auf dem Spiel.

Schon in ihren Anfängen wurde die EU als ein imperialistischer Zusammenschluss aufgebaut, dem sich eine Vielzahl abhängiger, kapitalistischer Staaten bereitwillig unterwarfen. Seit ihrer Gründung ist sie ein zwischenstaatlicher Mechanismus, der vom jeweiligen "Steuermann" - gegenwärtig dem deutschen Kapital und seinen Lakaien - genutzt wird, um eigene Interessen zu Lasten aller Ausgebeuteten Europas durchzusetzen. Die politische Grundlage auf welcher die EU gegründet wurde, wie auch ihre unveränderte kapitalistische und ausbeuterische Ausrichtung und Agenda, zeigen deutlich, dass die EU lediglich  einer Konsolidierung  der großen Kapitalien dienen kann und keine Perspektive für Verhandlungen unter der Berücksichtung sozialer Fragen bietet.

Die aktuelle Strategie des deutschen Imperialismus bemüht sich um die finanzielle und politische Kontrolle der Mitgliedsstaaten durch die Steuerung ihrer Verschuldung. Gleichzeitig wird mittels des Mechanismen des Finanzsystems sichergestellt, dass die Gewinne der Banken an der Kreditvergabe im privaten Sektor bleiben, während die Verluste durch die Umwandlung der Schulden und die Rekapitalisierung der Banken in den öffentlichen Sektor verlagert werden. Ziel und Wirkung dieser Politik sind ganz offensichtlich das Schröpfen der Ausgebeuteten in Europa, insbesondere der europäische Süden ist gegenwärtig der Speerspitze dieses Angriffs ausgesetzt.

Die Einführung des Euro und der entsprechenden Finanzregularien, die von den Mitgliedern der Eurozone einzuhalten sind, die Struktur ihrer produktiven Basis sowie ihre Finanzbeziehungen wurden den Interessen des deutschen Kapitals unterworfen. Das dient zum einen dem Absatz seiner Waren und zum anderen der Verwendung angesammelter Geldmittel durch Kreditvergabe, vor allem an die Mitgliedstaaten des Südens.

Die griechische Bourgeoisie hat sowohl während des EWG-Beitritts und der Integration in die Eurozone, wie auch heute in Bezug auf das staatliche Schulden-Management sowie die Förderung der kapitalistischen Reformen durch die Memoranden, eine strategische Wahl getroffen. Sie war und ist stets bemüht, sich an die europäischen Monopole zu binden, um gleichzeitig eigene Bedürfnisse zu bedienen und eigene Interessen durchzusetzen.

Es ist an der Zeit, dass sowohl die griechische wie auch die europäischen Bevölkerungen aufstehen und sich, im gemeinsamen Interesse und  für das Überleben, den imperialistischen Zentren (vor allem aber ihrem Kern) sowie ihren lokalen Kollaborateur_innen widersetzen.
Zu diesem Kampf fordern wir alle Bevölkerungen Europas auf, sich mit uns zu verbünden und selbst gegen Ausbeutung und Unterwerfung zu kämpfen. Gegen den Angriff, den sich gegen uns alle richtet, können wir nur durch gemeinsame Kämpfe der Arbeiter_innen in jedem EU-Land siegen. Der Konflikt, trotz allem was irreführend propagiert wurde, besteht nicht zwischen Griechenland und Deutschland, nicht zwischen Griechen und Deutschen. Die Bevölkerung Europas, die Griechen, die Spanier, die Italiener, die Deutschen, die Franzosen und alle anderen Arbeiter_innen haben keine Interessenkonflikte. Stattdessen haben wir einen gemeinsamen Feind; die imperialistische Politik des deutschen Kapitals und seiner internationalen wie lokalen Verbündeten.

Das deutsche Kapital beutet insbesondere die Menschen in Südeuropa aus. Dazu bedienen sie sich der lokalen Bourgeoisie, die die eigenen Bankvermögen retten und die stetige Akkumulation von Finanzkapital fortsetzen möchte. Die Sparpolitik und das staatliche Schuldenmanagement, wie sie in den letzten Jahren umgesetzt wurde, begünstigen in erster Linie die Interessen des deutschen Kapitals,  der Kampf dagegen liegt im Interesse der EU-Arbeiter_innen.

Das griechische Kapital wie auch die Bourgeoisie jedes anderen Landes haben keine gemeinsamen Interessen mit den Arbeiter_innen. Sie haben das Bündnis mit den europäischen Monopolen gewählt, um ihren eigenen Interessen und dem Profit mittels Ausbeutung zu dienen. Die griechische Bourgeoisie führt die Bevölkerung in die Irre. Sie betrügen uns, denn während ihre Propagandamittel (Medien und bürgerlichen Parteien) über "patriotische Pflicht" und "vereinte Griechen in der Krise" sprechen, versenken sie die Wirtschaft des Landes und überweisen innerhalb eines Monats mehr als 25 Milliarden Euro im Ausland. Und so etwas wurde in der Vergangenheit immer wieder getan. Die griechischen Reeder haben in den Jahren der Krise keinen Cent an Steuern gezahlt, sondern sie sind im Gegenteil noch reicher geworden. Wenn die Bourgeoisie von einer "Pflicht für die Heimat" spricht, dann meinen sie die gnadenlose Verarmung kleiner und mittlerer Unternehmen, der Bauernschaft und vor allem der Arbeiter_innen-Klasse. Sie wollen kein Stück ihrer Gewinne teilen, die sie in der Vergangenheit akkumuliert haben. Ihre Interessen sind gleichbedeutend mit unserer Verarmung.

Wir, die in Arbeitslosigkeit oder prekärer Beschäftigung leben, mit reduzierten Löhnen und Renten, mit einer ungewissen Zukunft und zruückgestutzten Rechten, wir werden keine Zuschauer sein, wenn es um die Ausplünderung unseres Lebens durch lokale und internationale Ausbeutung geht. Wir warten nicht darauf, dass irgendwer diesen Kampf für uns führt.

Wir, die wir nichts mehr zu verlieren haben - gehen wir auf der Straße, um alles zu gewinnen.

Versammlung am Omonia Platz – Samstag 23.05 12:00 Uhr

Protestmarsch zur deutschen Botschaft
anarchistische Gruppe Rovikonas
Kokkini Grammi –Gruppe für den Gegenangriff
Antifaschistische Front in Kallithea-Moschato
ANSIF – Anarchistische Gruppe in Nea Philadelfia
kommunistische Gruppe Laiki Antepithesi
anarchistische Gruppe Thriallida
besetztes Sozialzentrum Κ* ΒΟΞ
Genossen / Genossinnen

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